Besucher staunen über die Weltausstellung und ihre Pavillonarchitektur

Autor: Alles4bau

Bild: Giovanni Nardi/AHEC
Amerikanische Weißeiche (AHEC) im US-Pavillon auf der Mailänder Expo 2015
Bis zum 31. Oktober präsentieren 145 Länder sich und ihre Ideen zum Thema Ressourcennutzung auf der Weltausstellung Expo in Mailand. Dabei unterstützte der American Hardwood Export Council (AHEC) den Innenausbau des amerikanischen Ausstellungspavillons mit 500 Quadratmetern Bodenbelag aus Amerikanischer Weißeiche. Besucher aus aller Welt laufen nun auf der Hauptausstellungsfläche über amerikanisches Laubholz in klassischer Anmutung.
 
Die diesjährige Expo steht unter dem Motto „Feeding the Planet, Energy for Life“. Genauso wichtig wie ausreichende und gerecht verteilte Nahrung ist der schonende Umgang mit der Natur und mit globalen Ressourcen. Die unterschiedlichen Länderpavillons mit ihrer spektakulären Architektur machen auf ihre Weise auf diese Themen aufmerksam.
 
Der New Yorker Architekt James Biber baute den amerikanischen Ausstellungspavillon, der mit seinen vertikalen, hängenden Gärten schon von außen ein Blickfang ist. Beim Innenausbau entschied sich der Architekt für Amerikanische Weißeiche (AHEC), um den Boden der Hauptausstellungsfläche zu belegen. Dabei waren nicht nur die gute Ökobilanz und die Langlebigkeit der Holzart ausschlaggebend, sondern auch ihre klassische Anmutung. Auf der Ausstellungsfläche wechselt sich Amerikanische Weißeiche (AHEC) mit 100 Jahre altem Holz als Belag ab. Das Altholz stammt ursprünglich aus den Strandpromenaden des New Yorker Stadtstrandes Coney Island und wurde zu diesem Zweck aufgearbeitet.
 
Anhand des Dielenfußbodens aus Amerikanischer Weißeiche zeigt der American Hardwood Export Council (AHEC) wie eine gute Ökobilanz aussehen kann. In einer zweijährigen Studie wurden Umweltauswirkungen der Lieferung von amerikanischem Laubholz bewertet und Lebenszyklus-Daten aus Forstwirtschaft, Lagerung, Produktion, Lieferung und Verarbeitung ausgewertet. Dabei schnitt Amerikanische Weißeiche (AHEC) sehr gut ab: In der Nutzung als Fußboden im Ausstellungs-gebäude bindet er rund 14,5 Tonnen Kohlenstoffdioxid. Des Weiteren ist die Holzart erneuerbar und schnell nachwachsend. In die Datenerhebung floss außerdem die potenzielle Entsorgung mit ein: Nach der temporären Nutzung des Pavillons lässt sich der Dielenboden entweder recyceln oder als nachwachsender Brennstoff verwenden. Die 20 mm dicken und 80 mm breiten Dielen sind mit einem versteckten Clip-Montage-System in 5-mm-Abständen verlegt und lassen sich bei Bedarf problemlos auseinander bauen. Bei regelmäßiger Pflege ist der Bodenbelag langlebig und bis zu 50 Jahre nutzbar. Dabei hilft auch die zusätzliche Oberflächenbehandlung mit ölhaltigem Anti-Oxidationsmittel.
 
Gefertigt und verarbeitet wurden die Dielenbretter direkt in Italien vom dort ansässigen Unternehmen Imola Legno. Das Holz lässt sich mit Maschinen gut bearbeiten sowie nageln und schrauben, wobei ein Vorbohren empfohlen wird. Da es auf Eisen reagiert, wurden Verbindungselemente aus Edelstahl bei der Montage bevorzugt.
 
David Venables, European Director von AHEC, sah in der Mitgestaltung des Expo-Pavillons eine große Chance für die US-Laubholzindustrie. Sein positives Fazit: „Der Boden sieht super aus. Er besitzt Charakter und eine lebendige Maserung. Alle Beteiligten, einschließlich der Architekten, waren sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Gleichzeitig hatten wir die Möglichkeit, den ersten Bodenbelag mit amerikanischem Laubholz zu zertifizieren und die Ergebnisse der Lebenszyklusanalyse zeigen, wie umweltfreundlich diese Hölzer sind.“
 
Bis Ende Oktober haben noch viele Expo-Besucher aus aller Welt die Möglichkeit, sich über die Welternährung, aber auch über Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ihre eigenen Gedanken zu machen.
Ulrike Leonhardt/pro publica
 
Amerikanische Weißeiche
 
Die Holzart ist im Osten der USA weit verbreitet. Die Gruppe der Weißeichen besteht aus vielen Arten, von denen etwa acht wirtschaftlich genutzt werden. Sehr reichlich verfügbar als Schnittholz und Furnier in allen Sortierungen und Spezifikationen. In Farbe und Aussehen ähnelt sie der europäischen Eiche. Das Splintholz ist hell eingefärbt und das Kernholz hell bis braun. White Oak ist meist geradfaserig und von mittlerer bis grober Textur, mit längeren Holzstrahlen als Red Oak. White Oak hat daher auf Radialflächen mehr „gespiegelte“ Textur. Das Holz ist hart und schwer, von mittlerer Biege- und Druckfestigkeit, niedriger Steifigkeit, aber sehr guten Dampfbiege-Eigenschaften. Seine guten Festigkeitswerte haben dazu geführt, dass es zunehmend von Architekten und Ingenieuren für tragende Zwecke eingesetzt wird. Weißeiche wird in aller Welt verwendet und ist eine Ergänzung zu europäischem Eichenschnittholz.
 
American Hardwood Export Council
 
Der American Hardwood Export Council (AHEC) ist die führende internationale Handelsorganisation für die amerikanische Laubholzindustrie und vertritt amerikanische Laubholzfirmen und deren Exporteure sowie die wichtigsten amerikanischen Verbände für Laubholzprodukte. AHEC konzentriert sich darauf, Architekten, Designern und Endanwendern die ganze Bandbreite an technischen Informationen zu Holzarten, Produkten und Bezugsquellen bereit zu stellen. AHEC veröffentlicht zudem regelmäßig Informationen, die kostenlos über www.americanhardwood.org heruntergeladen oder per Fax unter +44 (0) 20 7626 4222 bestellt werden können.
 
 

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