Perfekt gelungen: Umbau und Sanierung zu nachhaltigem Wohnraum

Autor: Stiebel Eltron GmbH & Co. KG

Die Wärmepumpe WPF 10 in der Garage neben der großen Leidenschaft von Arndt Brauckmann – einem Mercedes-Oldtimer. Für den Nachwuchs gibt es das Gefährt auch eine Nummer kleiner… (links).
Referenz: Aus Scheune, Kuh- und Schweinestall wird architektonisches Kleinod
„Die Idee, eine ältere Immobilie zu kaufen und dann entsprechend zu sanieren, hatten wir schon einige Jahre. Aber wir mussten lange suchen, ehe wir endlich das richtige Objekt gefunden hatte.“ Jedem Gast, der die Familie Brauckmann in Willich – einer Stadt im niederrheinischen Kreis Viersen - in ihrem „neuen alten" Zuhause besucht, ist sofort klar: die Suche hat sich gelohnt. Im hinteren Bereich eines typischen großen Bauernhofs stand das Objekt der Begierde leer – auf den ersten Blick nicht mehr als eine große Scheune, die ursprünglich im Erdgeschoss teilweise als Kuh-, teilweise gar als Schweinestall genutzt wurde. Doch Familie Brauckmann sah viel mehr: „Uns war sofort klar, dass hier unser neues Heim entstehen würde, in perfekter Lage – mit an den Garten angrenzendem Landschaftsschutzgebiet, dem Kindergarten und der Grundschule nur wenige hundert Meter entfernt.“
 
Einfach gestaltete sich die Umplanung und Sanierung allerdings nicht, wie Arndt Brauckmann erzählt: „2009 haben wir das Objekt gekauft, Ende 2009 den Architekten Daniel Jungermann, vertraut mit der Restaurierung älterer Bestandsobjekte, sowie den Installateur- und Heizungsbetrieb ,Jeremiasch, offen für neue und schlüssige Haustechnikkonzepte, hinzugezogen. Im Mai 2010 begannen die Baumaßnahmen, der Einzug konnte dann Mitte 2011 erfolgen.“ Der recht lange Zeitraum zwischen ersten Planungen und Fertig-stellung des knapp 300 Quadratmeter großen, zweieinhalbgeschossigen Gebäudes lag natürlich auch daran, dass Familie Brauckmann großen Wert auf eine hochwertige Ausführung bis in die Details hinein legte – und viele Dinge neu erarbeitet werden mussten. „Es gab beispielsweise natürlich keine Statik. Hinzu kam, dass wir viele Dinge erhalten wollten – etwa die Decken-konstruktionen: Holzbalken in dem einen, eine wunderschöne preußische Kappendecke in dem anderen Teil. Oder wir haben Materialien, die wir aufgrund der Umbaumaßnahme entfernen mussten, an anderer Stelle wieder benutzt, um den Charakter des mehr als 120 Jahre alten Gebäudes möglichst zu erhalten“, so Arndt Brauckmann. „Wir waren während der Bauphase nahezu jeden Morgen und jeden Abend vor Ort, um alles immer im Blick zu haben.“ 
 
Dr. Arndt Brauckmann ist bei einem großen Energieversorger im Bereich „Erneuerbare Energien“ tätig. Logisch, dass er bei der Haustechnik keine Kompromisse eingegangen ist: „Die Wärmepumpe als Heizsystem war ge-setzt. Außerdem ist die Stadt Willich sehr aktiv in Sachen Geothermie – bedingt durch ihre gute geographische Lage im ’alten Rhein-Graben’.“ Alle Geräte der Haustechnik stammen vom deutschen Technologieführer STIE-BEL ELTRON. „Nach den Informationen von meinen Kollegen“, so Arndt Brauckmann, „quasi der Mercedes unter den Wärmepumpen: Fortschrittlich, verlässlich und langlebig.  
 
Eigenschaften, die ich schätze – wie zum Beispiel bei meinem Mercedes Oldtimer!“ 
 
Zwei Sonden mit je 80 Meter Tiefe hat das Bohrunternehmen Geowell erstellt, die die Sole-Wasser-Wärmepumpe WPF 10 E mit Umweltenergie aus dem Erdreich versorgen. Die Wärmepumpe selbst steht in der im Gebäude integrierten Garage. Die auf dem Dach installierte Solarthermieanlage fängt zusätzliche Sonnenenergie für die Unterstützung der Heizungs- und Warm-wasserbereitung ein. Der Systemspeicher SBS 1001 W SOL wurde innerhalb der gedämmten Hülle aufgestellt– auf dem „Spitzboden“. Auch dies war statisch eine Herausforderung, denn der Speicher ist als Allroundtalent ein echtes Schwergewicht. Nicht nur werden 1.000 Liter Heizungswasser vorge-halten, gleichzeitig wird hier auch das Trinkwarmwasser im Durchflussprinzip erwärmt. Dabei sammelt der Speicher Energie aus verschiedensten Quellen: Neben der Wärmepumpe und der Solarthermieanlage ist auch der wasserführende Kamin angeschlossen und trägt seinen Teil zur Wärmeerzeugung bei. 
 
Gleichsam im Spitzboden wurde das Lüftungsgerät LWZ 270 von STIEBEL ELTRON installiert, das zuverlässig für die Be- und Entlüftung sorgt – und dabei einen Großteil der in der Abluft enthaltenen Wärmeenergie zurückgewinnt und an die zuzuführende Frischluft wieder abgibt. Daher muss die im gesamten Gebäude verlegte und speziell für die Altbaurenovierung entwickelte Fußbodenheizung nur wenig zusätzliche Energie in die Räume einbringen – so dass eine Vorlauftemperatur von 28 Grad absolut ausreicht.
 
„Die kontrollierte Wohnungslüftung ist gleich aus zwei Gründen richtig“, so der Bauherr, „zum einen für die Energieeffizienz, zum anderen für die Luft-qualität. Letzteres zeigt sich nicht nur in der Wahrnehmung der frischen, sauberen Luft, sondern auch daran, dass wir keine Schwierigkeiten mit Feuchteanfall an den Wänden haben – ein Problem, das sonst bei einer Innendämmung, die hier verwirklicht wurde, leicht auftreten kann.“ Eine Au-ßendämmung kam nicht in Frage: „Ob die Stadt Willich dem jemals zugestimmt hätte, kann dahinstehen: Wir selbst wollten die wunderschöne und typische Klinkerfassade auf jeden Fall, nicht zuletzt wegen des landschaftsprägenden Charakters, erhalten“, so Nicole Brauckmann.
 
Schlussendlich wurde auch der für Wärmepumpe, Lüftungsgerät und sonstigen elektrischen Verbrauch benötigte Strom auf Nachhaltigkeit umgestellt. Neben einem Öko-Stromtarif hat sich die Familie entschlossen, auch noch selbst als Stromproduzent aufzutreten: Auf dem optimal nach Süden ausgerichtetem Dach wurde eine PV-Anlage mit einer Leistung von 4 kw/p installiert. „PV-Strom und Wärmepumpe“, so Arndt Brauckmann, „sind quasi natürliche Partner: Die über Mittag eingefangene Sonne wird in elektrische Energie umgewandelt und – neben dem sonstigen Strombedarf – via der Wärmepumpe in Form von Wärme im Heizungswassertank für den Tagesbedarf vorgehalten.“ Dass sich die PV Anlage – wie auch die Solarthermieanlage – optimal in die Dachoptik einfügt, war der Familie sehr wichtig: „Indachinstallation sowie monokristaline und anthrazitfarbene Ausführung waren die Schlüsselbegriffe – Ästhetik und Funktionalität müssen halt kein Widerspruch sein“, so Nicole Brauckmann. 
 
Die vierköpfige Familie fühlt sich rundum wohl in der ehemaligen Scheune, die zu einem echten architektonischen Kleinod wurde: „In der Rückschau können wir sagen, dass wir alles genau so wieder machen würden; insbe-sondere auch mit den beteiligten Personen und Firmen: Danke dafür, dass unsere Ideen eines Wohnens in alten Gemäuern auf eine nachhaltige und zukunftssichere Basis gestellt werden konnte.“ 
 

Themen

Wärmepumpen, Heizung/Sanitär/Lüftung, Heizungsanlagen
Quanex Building Products Corporation

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