Rohstoff statt Bauschutt: Ton erwacht zu neuem Leben

Autor: Wienerberger GmbH

Als Fundament eignete sich der Ton nicht, der auf dem Baugelände der Gartenstadt Werdersee Bremen freigelegt wurde. Statt aber den Aushub zu entsorgen, nutzte der Bauträger die Ressource nachhaltig: Das Naturmaterial wird im nahe gelegenen Wienerberger Zie
Als Fundament eignete sich der Ton nicht, der auf dem Baugelände der Gartenstadt Werdersee Bremen freigelegt wurde. Statt aber den Aushub zu entsorgen, nutzte der Bauträger die Ressource nachhaltig: Das Naturmaterial wird im nahe gelegenen Wienerberger Ziegelwerk Kirchkimmen gebrannt – und erwacht an den Fassaden der Gartenstadt zu neuem Leben.
Hannover, August 2019 – Nachhaltigkeit hat viele Facetten – und in der Gartenstadt Werdersee, einem der umfangreichsten Bauprojekte Bremens, kommen viele davon zum Tragen. Denn die Bauträger PGW (Projektgesellschaft Gartenstadt Werdersee) und GEWOBA verfolgen mit diesem neuen Wohngebiet, in dem 590 Häuser und Wohnungen entstehen, ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept: KfW-Standard 55, fortschrittliche Optionen für Mobilität und unabhängige Energieversorgung  gewährleisten umweltfreundliches Wohnen und Leben auf dem Grundstück zwischen Huckelrieder Friedhof und Werdersee-Deich. Dafür wurde die Gartenstadt sogar mit dem Klimaschutzsiegel der gemeinnützigen Klimaschutzagentur energiekonsens ausgezeichnet. 
 
Und sogar vermeintliche Abfallprodukte werden hier im Bauprozess wiederverwertet: Als man auf dem Baugelände große Mengen Ton freilegte, schuf Uwe Schierloh, Geschäftsführer der PGW, zusammen mit dem Tonbaustoffproduzenten Wienerberger eine nachhaltige Win-Win-Situation – die so in Deutschland bisher einmalig ist. Der geförderte Ton kehrt zurück, und zwar in Form von gebrannten Ziegeln. 
 
Rohstoff aus der Baugrube
 
Baumaterial legt häufig einen langen Weg zurück, bevor es auf der Baustelle zum Einsatz kommt. Zudem steigert kostenintensive Entsorgung von Erdaushub die Baukosten. Doch es geht auch anders: „Das eigentlich wertvolle Material einfach über die Bodenabfuhr zu entsorgen, kam für uns nicht in Frage“, so Uwe Schierloh. „Das hätte mit dem Nachhaltigkeitskonzept der Gartenstadt nicht in Einklang stehen können. Und so haben wir uns einfach auf seine Stärken besonnen: Im Fundament ist der Ton nicht am richtigen Ort. Als Baugrund macht er sich nicht gut, da er die nötige Stabilität nicht hergibt. Als Ressource für die Fassaden der Wohngebäude, die hier entstehen, ist er dagegen ideal.“ 
 
Der Baustoff im nachhaltigen Kreislauf 
 
Das Wienerberger Ziegelwerk Kirchkimmen liegt kaum 35 Kilometer entfernt. Hier werden die 40.000 Tonnen geförderten Tons zu Vormauerziegeln und Riemchen gebrannt. Diese finden nach der Herstellung wieder zurück an ihren Ursprungsort und werden an den Fassaden der Gartenstadt verarbeitet. So bilden sie eine langlebige Gebäudehülle aus reinem Naturmaterial – sowohl an den Fassaden der Reihenhäuser der PGW als auch der Wohnungsbauten der GEWOBA, die vom Wienerberger Team Project Sales betreut wurden. Der Ton wird zu Lebensraum auf dem Grund und Boden, aus dem er stammt. So schließt sich ein nachhaltiger Kreislauf aus weitsichtiger Ressourcenförderung, kurzen Transportwegen, regionaler Verarbeitung und langen Sanierungszyklen. 
 
Wiederverwertung bis zum letzten Gramm 
 
„Natürlich muss eine gewisse Qualität des Tons gewährleistet sein, um daraus Ziegel zu brennen“ weiß Uwe Schierloh. „Was sich in Kirchkimmen nicht verwenden lässt, führen wir dem Bremer Deichverband zu, der das Material für Entwässerungsprojekte nutzt. So können wir den Rohstoff rundum einem neuen Zweck zuführen.“ 
 
Über Wienerberger
 
Die deutsche Wienerberger GmbH mit Sitz in Hannover zählt zu den führenden Ziegelherstellern in Deutschland. Sie ist hundertprozentige Tochter der österreichischen Wienerberger AG und seit 1986 auf dem deutschen Markt präsent. Zum Unternehmen zählen aktuell deutschlandweit 16 Ziegelwerke, darunter neun für Poroton-Hintermauerziegel, drei für Terca-Vormauerziegel und Penter-Pflasterklinker sowie vier für Koramic-Dachziegel. Die Argeton-Fassadenplatten werden individuell für jedes Bauvorhaben im Werk Görlitz hergestellt. Mit den Wienerberger Baustofflösungen lässt sich somit auf dem Bau vom Keller über die Wand und das Dach bis hin zur Freifläche alles abdecken. Den Kunden steht außerdem eine große Bandbreite an Services zur Verfügung, die sich von der Baustelleneinweisung über eine technische Hotline bis hin zu verschiedenen digitalen Tools erstreckt. Die Wienerberger GmbH beschäftigt am Hauptsitz Hannover und in den verschiedenen Werken insgesamt rund 1 500 Mitarbeiter. Als Tochter der traditionsreichen Wienerberger AG profitiert das Unternehmen von 200 Jahren Erfahrung in der Kunst des Ziegelbrennens. Europaweit arbeitet ein leistungsstarkes Forschungsteam kontinuierlich daran, die Produkte zu verbessern und neue zu entwickeln. Dadurch gewährleistet Wienerberger eine hohe und ausgereifte Produktqualität in Verbindung mit modernsten und ressourcenschonenden Produktionstechnologien.
 
Wienerberger ist auch online präsent: Unter wienerberger.inspirationDE finden alle Planer Anregungen zum Bauen mit Ton, und auf Facebook veröffentlicht der Tonbaustoffproduzent regelmäßig Einblicke aus dem Unternehmen und News aus der Baubranche.
 
 
 

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